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Wiesbaden (dpa) - Etwa jeder dritte Mensch in Deutschland wird nach Schätzung von Bevölkerungsforschern sein Leben lang unverheiratet bleiben. Etwa 32 Prozent der Frauen und sogar 38 Prozent der Männer würden niemals eine Ehe eingehen.
Das nimmt das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) in Wiesbaden an. Wie das Institut mitteilte, stiegen diese Zahlen damit in den vergangenen drei Jahrzehnten deutlich an. Noch 1980 war man unter anderem aufgrund der Zahl der Heiraten davon ausgegangen, dass lediglich etwa 14 Prozent der Frauen und 21 Prozent der Männer unverheiratet bleiben. Ursache für die Veränderungen seien gesellschaftliche Entwicklungen.
So habe die Ehe insgesamt an Bedeutung verloren, sagte Jürgen Dorbritz vom BiB. Viele lebten heutzutage in einer Partnerschaft, heirateten aber nicht mehr unbedingt. Außerdem sei auch die Kinderlosigkeit gestiegen. «Wenn man keine Kinder haben möchte, heiratet man auch nicht.» Umgekehrt würden aber auch zunehmend Kinder von unverheirateten Frauen geboren, vor allem im Osten Deutschlands. Dort liege diese Quote inzwischen bei 60 Prozent.
Das BiB stützt sich bei seinen Berechnungen auf amtliche Daten aus dem Jahr 2007. Dabei wird angenommen, dass die Heiratsneigung dieses Jahres bei der ledigen Bevölkerung unverändert bleibt.
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